TSF / GW

3183 Aufrufe

TSF / GW Foto: Feuerwehr Schafflund, Birger Herzog

Das Tragkraftspritzenfahrzeug (kurz: TSF) ist ein Feuerwehrfahrzeugtyp bei den deutschen Feuerwehren, der in zwei Bauformen genormt ist. Ihren Namen erhielten diese Fahrzeuge durch ihre entnehmbare Feuerlöschkreiselpumpe (Tragkraftspritze) zur Brandbekämpfung.

Es verfügt über eine ähnliche feuerwehrtechnische Beladung wie das ehemalige Löschgruppenfahrzeug 8, ist jedoch im Gegensatz zu diesem nur mit einer Staffel besetzt.

Gerade bei vielen Freiwilligen Feuerwehren ist das Tragkraftspritzenfahrzeug noch sehr weit verbreitet und wird erst sehr langsam durch Löschgruppenfahrzeuge, ein Mittleres Löschfahrzeug oder das Kleinlöschfahrzeug ersetzt.

Aufgabenbereiche:

Ein Tragkraftspritzenfahrzeug ist ein Fahrzeug zur Brandbekämpfung und zur einfachen technischen Hilfeleistung. Es hat eine Besatzung von 1/5 (Staffel - 1 Staffelführer, 2 Trupps und 1 Maschinist). Die feuerwehrtechnische Beladung ist ausgelegt für eine Gruppe (insgesamt 9 Kräfte).

Genormte Fahrzeuge:

Das eigentliche Tragkraftspritzenfahrzeug (kurz: TSF) ist in der DIN EN 14 530 - 16 genormt. Es verfügt nicht über einen eigenen Löschwassertank. Somit muss von der Mannschaft an der Einsatzstelle immer zuerst eine Löschwasserversorgung hergestellt werden. Als Feuerlöschkreiselpumpe dient eine Tragkraftspritze mit 800 Litern Fördermenge pro Minute bei 8 bar Ausgangsdruck, bei neueren Fahrzeugen beträgt die Förderleistung 1000 Liter pro Minute bei 10 bar Ausgangsdruck. Das Fahrzeug ist mit sechs Einsatzkräften, also einer Staffel, besetzt. Es führt jedoch eine Ausrüstung zur Brandbekämpfung für eine Gruppe mit. Diese umfasst unter anderem auch Atemschutzgeräte und eine vierteilige Steckleiter (früher war nur eine zweiteilige Steckleiter Pflicht).

Es hat seit dem Jahr 2008 eine zulässige Gesamtmasse von 4 Tonnen (vorher 3,5 Tonnen). Üblicherweise wird das TSF aber nach wie vor auf Fahrgestellen mit einer Gesamtmasse von 3,5 Tonnen aufgebaut, damit es auch von Fahrern mit Fahrerlaubnisklasse B gefahren werden darf. Aufgrund der großen Leermasse moderner Fahrgestelle bleibt in diesem Fall jedoch keine Gewichtsreserve für eine Zusatzbeladung. In Bayern dürfen Fahrzeuge des Typs TSF, abhängig von der Ausstattung, eine maximale zulässige Gesamtmasse von bis zu 4,75 Tonnen aufweisen.

Details

Fahrzeugtyp: Mercedes Benz
Indienststellung: 1994
Funkrufname: Florian Schleswig 40/48/01
Besatzung: 1/6
Motorleistung: 77 kw
Hubraum: 3972 cm³
Leistung: 77 kW
Kraftstoff: Diesel
max. Geschwindigkeit: 80 km/h
Leer Gewicht: 4135 kg
Zulässige Gesamtgewicht: 7500 kg
Fahrzeuglänge:: 7090 mm
Fahrzeugbreite: 2500 mm
Fahrzeughöhe:: 3150 mm