Atemschutz

Sonntag, 11 Oktober 2015 14:01 / 1515 Aufrufe

Atemschutz Foto: Nordpresse Mediendienst

Ein wichtiger Bestandteil unserer Feuerwehren sind die Atemschutzgeräteträger. Die Masken schließen das Gesicht luftdicht ab, so dass kein Rauch oder schädliche Gase eingeatmet werden können. Die Flasche auf dem Rücken enthält Luft, die mit 300 bar in diese sechs Liter fassende Stahlflasche gepresst wurde. Ein Schlauch führt von der Flasche zu einem so genannten Lungenautomaten, der den Luftdruck so reguliert, dass die Luft eingeatmet werden kann.

Zur Zeit (Stand Januar 2011) sind 17 Kameraden in der Atemschutzgruppe. An diese Männer werden besonders hohe Ansprüche gestellt. Vorraussetzung ist eine ärztliche Untersuchung, in der die Tauglichkeit festgestellt wird. Alle drei Jahre muss eine weitere Untersuchung erfolgen, ab dem 50. Lebensjahr sogar jährlich. Die Grundausbildung erfolgt in der Kreisfeuerwehrzentrale in Schleswig. Regelmäßig werden praktische Übungen zusammen mit den Kameraden der Feuerwehren aus Wallsbüll und Hörup von April bis Oktober abgehalten, außerdem gibt es zwei theoretische Abende. Im November geht es nach Schleswig in die Atemschutzübungsstrecke, wo alles von den Kameraden gefordert wird. Außerdem nimmt man an Übungen im  Brandübungscontainer in Schleswig teil, da geht es richtig heiß her. Die Ausrüstung umfasst vier Pressluftatmer.

Auf unserem neuen Fahrzeug (HLF 10/6) können sich die Kameraden bereits während der Fahrt zum Einsatzort mit den Geräten ausrüsten. Es müssen immer zwei Kameraden zusammen eingesetzt werden, zwei weitere Kameraden müssen in Bereitschaft stehen, um im Notfall eingreifen zu können. Die Einsatzdauer beträgt pro Atemluftflasche je nach Belastung Atemschutz Modernste Ausrüstung für einen harten Job, der den ganzen „Mann“ erfordert 20 – 30 Minuten. Durch einen lauten Signalton wird der Feuerwehrmann rechtzeitig zum Rückzug  aufgefordert. In der Regel werden bei Einsätzen mit Atemschutz mehrere Feuerwehren alarmiert. Besonders hoch ist die Belastung in einem CSA (Chemieschutzanzug) Der bereits mit Atemschutz ausgerüstete Feuerwehrmann kann diesen Vollschutzanzug nur mit fremder Hilfe an- und ausziehen und nur mit seinem Funkgerät mit seinen Kameraden sprechen. Auch hier gehen immer zwei Männer zum Einsatz, ein Reservetrupp muss bereit stehen.

Weitere CSA gibt es bei der Feuerwehr Nordhackstedt und bei der Meierei in Nordhackstedt, da hier viel mit Chemikalien und ätzenden Reinigungsmitteln gearbeitet wird. Die Atemschutzgeräte werden halbjährig gewartet, von der einwandfreien Funktion hängen Leben und Gesundheit der Kameraden ab. Eine komplette Dokumentation von Einsatzabläufen und Übungen ist selbstverständlich. Von diesen Kameraden wird im Einsatz nicht nur viel sondern alles verlangt, sie haben den härtesten Job in unserer Feuerwehr, und das schon seit 1977!

 

 

 
 Atemschutzmaske Atemschutzgerät 
   
 Atemschutzhaube Atemschutzhandschuhe  Atemschutskleidung