22.01.19 - Lindewitt: Jugendfeuerwehr soll wachsen

Dienstag, 22 Januar 2019 21:45 / 234 Aufrufe

22.01.19 - Lindewitt: Jugendfeuerwehr soll wachsen (C) SHZ / rfr

Im Kreisgebiet gibt es 35 Jugendfeuerwehren. Oftmals scheitert die Gründung weiterer einfach daran, dass es nicht genügend Betreuer und Ausbilder für ein solches Unterfangen gibt. In Lindewitt sind die Vorzeichen fast umgekehrt.

Hier gibt es seit 17 Jahren eine Jugendwehr, derzeit hat sie 25 Mitglieder. Nun sieht man sich in der Lage, diese Wehr noch zu erweitern. „Mit 35 Mitgliedern könnten wir leichter jahrgangsspezifische Gruppen bilden und die Ausbildung so etwas altersgemäßer gestalten“, erläutert Tobias Eggers. Er ist Gründungsmitglied der Wehr im Jahre 2001 und engagiert sich seitdem stark. Momentan führt er sie kommissarisch als Jugendwart. Bei der bevorstehenden Wahl steht er als Kandidat bereit.

„Wir haben nun seit einigen Jahren mit elf Ausbildern und Betreuern einen sehr konstanten und engagierten Stamm, so dass wir diese Erweiterung gerne anbieten wollen“, sagt Eggers. Aus der Kameradschaft hat sich bei vielen von ihnen eine feste Freundschaft entwickelt, die sogar im gemeinsamen Sommerurlaub mündet.

Kim Tobias Hoff (stellvertretender Jugendgruppenleiter) und Nico Zabel (Gerätewart), 16 und 15 Jahre alt, haben als Zehnjährige begonnen und übernehmen schon seit einiger Zeit Verantwortung in der Wehr. Ihnen gefällt besonders die klare 50:50-Regelung: Die Hälfte der Zeit besteht aus feuerwehrtechnischer Ausbildung, die übrige wird mit gemeinsamer Freizeitgestaltung verbracht. „Für uns ist die Jugendfeuerwehr gleichbedeutend mit Jugendarbeit“, erklärt Eggers.

Früher gab es die Übungstage nur alle zwei Wochen. Es war der Wunsch der Kinder und Jugendlichen, diese wöchentlich stattfinden zu lassen, zumindest in der ersten Jahreshälfte. Schließlich nimmt man gerade in diesem Zeitraum auch an Wettbewerben teil.

Die verschiedenen Dienste finden abwechselnd in den fünf Dörfern der Gemeinde statt. Zwei eigene Kleinbusse stehen für die Beförderung der Jugendlichen bereit. Ein Höhepunkt der Aktivitäten ist das Zeltlager in Otterndorf an der Elbe, an dem viele Jugendwehren teilnehmen.

Tobias Eggers verspricht sich einiges vom Neubau für drei Feuerwehren an der Ortsgrenze zu Lüngerau. Dort wird auch die Jugendfeuerwehr Lindewitt eine neue Heimat erhalten und sogar für jedes Mitglied einen eigenen Spind. Die räumlichen Voraussetzungen versprechen beste Möglichkeiten.

Am 2. Februar findet im Feuerwehrhaus Lüngerau ein Informationsnachmittag für Kinder und Eltern statt. Dann können natürlich auch alle Gerätschaften und das Feuerwehrfahrzeug in Augenschein genommen werden. Wer zu diesem Termin keine Zeit hat, kann auch gern zu einem der nächsten Übungsabende „vorbeischnuppern“: Am 20. Februar in Lüngerau oder am 6. März in Sillerup, jeweils um 18 Uhr.

Quelle (Text): SHZ
Quelle (Bild): SHZ / rfr